Millionen für die Gesundheit

Die Radiologen investieren in MRT der neuesten Generation – inklusive KI

Beim Haus der Gesundheit in Parsberg hat man im Mai ein spektakuläres Ereignis verfolgen können. Ein Autokran, der je nach Auslage bis zu sechs Tonnen in die Höhe stemmen kann, hat einen Magnetresonanztomograph (MRT) der neuesten Generation von Siemens Healthineers in die Praxis des Diagnostischen Radiologiezentrums Oberpfalz (DRZ), kurz „Die Radiologen“ gehievt.

Der Mediziner und Seniorpartner des DRZ, Andreas Kämena, erläuterte zusammen mit den Ärzten Bernhard Butz und Timmo Noisternig, die Hintergründe. Demnach gibt es die Praxis der Radiologen im neuen Haus der Gesundheit schon seit Ende des Jahres 2023. Der Standort Parsberg werde enorm gut angenommen, Patienten aus der gesamten Region fänden ihren Weg hierher. Kämena: „Die Nachfrage nach radiologischen Untersuchungen wächst. Während andere Standorte Kapazitäten abbauen, gehen wir in Parsberg ganz bewusst den entgegengesetzten Weg.“ Die Philosophie des DRZ sei es, ein Zentrum für hochwertige Diagnostik zu schaffen und den Patienten an allen Standorten bestmögliche medizinische Qualität mit den modernsten Geräten zu bieten. So habe man zum Beispiel in Regensburg eines der besten CT-Geräte der ganzen Region. Kämena erklärte, dass man mit dem bisherigen MRT, dass jetzt an Siemens Healthineers zurückging, zwar schon über ein modernes Gerät verfügt habe, jedoch habe es auch einige Untersuchungen gegeben, die damit nicht durchgeführt werden konnten. Deswegen und weil auch viele Ärzte in der Region den Wunsch nach weitergehenden Untersuchungen geäußert hätten, habe man sich jetzt dazu entschlossen, technisch einige Stufen nach oben zu gehen und dafür eine Investition in Millionenhöhe zu tätigen. 

Das gut und gerne 2,5 Tonnen schwere MRT, das da mitsamt seinem umfangreichen Zubehör angerollt kam, mit dem Kran auf ein Schwerlastgerüst gehoben und von dort zu seinem Standort in der Praxis gebracht wurde, gehört zur Spitze dessen, was der Markt derzeit zu bieten hat. „Wir sind zusammen mit einer anderen Praxis in Bayern die ersten, die dieses neue MRT-Gerät von Siemens bekommen“, freute sich Kämena und erklärte: „Das Gerät hat mit 70 Zentimetern einen deutlich größeren Röhrendurchmesser als unser bisheriges und etwa die dreifache Magnetfeldstärke. Durch den größeren Röhrendurchmesser von 70 Zentimetern ist die Untersuchung für die Patienten deutlich komfortabler. Modernste Technologie ermöglicht es uns, praktisch alle Untersuchungen von allen Körperregionen zu machen. Und das mit hervorragender Bildqualität und vereinfachtem Workflow mittels Künstlicher Intelligenz. Ferner wird mit dem Gerät der Fokus auf Nachhaltigkeit gelegt, durch nahezu heliumfreie Technologie – der Bedarf an flüssigem Helium konnte auf nur 0,7 Liter gesenkt werden – und einem weiterentwickelten Energiesparmodus.“ Außerdem sagte der Mediziner, dass, wenn man jetzt so ein Gerät bestellen würde, dies frühestens im nächsten Jahr im Februar geliefert werden würde. „Umso mehr freuen wir uns und sind natürlich auch stolz, dieses neue Gerät als eine der ersten Praxen zu bekommen. Wir haben gleich als erste bestellt, als das neue Gerät von Siemens angekündigt wurde.“ Bürgermeister Josef Bauer ließ es sich nicht nehmen, dabei zu sein, als der Magnetresonanztomograph in die Höhe gehoben und durch eine
Öffnung in der Gebäudefassade an seinen Platz in der Praxis gebracht wurde. „Ich freue mich sehr, denn dieser Tag ist ein besonderes Ereignis für unser Haus der Gesundheit. Die Radiologen sind von großer Bedeutung für Parsberg und die ganze Region. Dass sie nun als einer der Ersten in Bayern diese technische Neuheit bekommen haben, unterstreicht dies mit Nachdruck“, sagte er.

TEXT & BILD: WERNER STURM